Untersuchung der Thrombozyten

Es gibt verschiedene Arten der medizinischen Thrombozyten-Untersuchung

Eine Untersuchung der Thrombozyten erfolgt in der Regel, wenn der Verdacht besteht, dass die Patienten unter einer Thrombozytopenie leiden. Dabei handelt es sich um eine verminderte Anzahl der Blutplättchen im menschlichen Körper. Mediziner weisen die Funktions-Störung der Thrombozyten ausschließlich direkt oder indirekt mit Labor-Untersuchungen nach. Gelangen die Ärzte aufgrund derselben zu keinem Ergebnis, kommt es zu einer Prüfung des Knochenmarks.

Thrombozytenwerte

Laboruntersuchung | © Dmytro Panchenko – Fotolia.com

 

Verschiedene Untersuchungen zur Blutplättchen-Störung

Für die Untersuchung der Thrombozyten kommen zahlreiche Gründe infrage. Beispielsweise entsteht eine Thrombozytopenie aufgrund von:

  • anhaltenden Blutungen,
  • einer Infektion durch bestimmte Bakterien,
  • einer viralen Infektion,
  • speziellen medikamentösen Einflüssen
  • sowie

Des Weiteren resultiert eine Untersuchung der Thrombozyten aus dem Verdacht auf eine Thrombozytopathie. Hierbei besteht eine gestörte Funktion der Blutplättchen. Bei den Betroffenen kommt es zu einer gesteigerten Blutungs-Bereitschaft. Dazu gehört beispielsweise das vermehrte Zahnfleisch- oder Nasenbluten.

Um die Blutplättchen auf die Störung zu untersuchen, kommt es zuerst zu einer umfangreichen Befragung des Betroffenen. Der behandelnde Arzt stellt fest, ob es sich um eine angeborene oder erworbene Thrombozytopathie handelt. Im Anschluss daran erfolgt ein Suchtest. Bei dieser Untersuchung steht das Bestimmen der Blutungszeit im Vordergrund. Kommt die Blutung zu langsam zum Stillstand, folgen weitere Maßnahmen, um die Blutplättchen und ihre Funktion zu kontrollieren.

 

Auf zwei Arten messen Ärzte die Thrombozytenzahl

Um bei der Untersuchung der Thrombozyten deren Anzahl zu messen, entnehmen die Mediziner dem Patienten venöses Blut. Damit dieses Blut nicht gerinnen kann, fügen sie der Probe Gerinnungshemmer zu. Dabei handelt es sich um die Substanz EDTA, sodass die Mediziner es weiterhin als EDTA-Blut bezeichnen. Zum Bestimmen der Anzahl der Blutplättchen genügt eine Blutmenge von zwei Millilitern.

Bei der Labor-Untersuchung gibt es zwei Varianten, um die Anzahl der Thrombozyten zu messen. Zum einen nutzen die Experten die Durchfluss-Zytometrie. Dabei gelangen die aus der Probe stammenden Zellen durch eine Messkammer. Ein von einem Laser ausgesendetes Licht leuchtet die Blutzellen an. Die einzelnen Zellen werfen abhängig von ihrer Größe ein Streulicht zurück. Dieses Licht registriert ein Computer und gibt Aufschluss über die Anzahl der verschiedenen Zellarten.

Die zweite Möglichkeit der Untersuchung von Thrombozyten funktioniert mithilfe eines Lichtmikroskops. Zunächst zerstören die Labormediziner durch eine bestimmte Lösung sämtliche rote Blutzellen, Erythrozyten, aus der Blutprobe. Danach zählen sie die Blutplättchen in einer Zellkammer ab. Diese nennt sich Neubauer-Kammer. Speziell bei einer starken Funktionsstörung der Thrombozyten wählen die Mediziner die automatische Laser-Methode, um die Blutplättchenzahl zu kontrollieren.

 

Die Morphologie der Blutplättchen spielt eine Rolle

Eine Funktionsstörung der Blutplättchen zeigt sich jedoch weniger häufig als die verminderte Anzahl der Thrombozyten. Der Normalwert der im menschlichen Körper befindlichen Blutplättchen liegt bei 150.000 bis 350.000 Thrombozyten innerhalb eines Milliliters Blut. Liegt der gemessene Wert darunter, liegt eine Störung der Blutgerinnung aufgrund der Thrombozytopenie vor. Hierbei kommt es neben der eigentlichen Untersuchung der Thrombozyten zu der Kontrolle ihrer Morphologie.

Die Untersuchung der Form der Thrombozyten erhält Priorität, um deren Funktion zu testen. In einigen Fällen befinden sich ausreichend Plättchen in dem Blut der Patienten. Die vorhandenen Thrombozyten verfügen jedoch über eine poröse Form und somit über eine geringere Dichte. Erkennen die Ärzte eine derartige Störung der Blutplättchen, diagnostizieren sie ebenfalls eine Thrombozytopathie.

Um die Thrombozyten-Morphologie zu beurteilen, entnehmen die Experten dem Betroffenen im gleichen Fall einen Blutausstrich. Diesem fügen sie zu der Untersuchung der Thrombozyten eine panoptische Färbung nach Pappenheim hinzu. Damit dieser Prozess funktioniert, erfolgt die Blutabnahme mit einem ThromboExact-Röhrchen. Ein genaues Ergebnis erhalten die Mediziner ausschließlich, wenn die Probe nicht älter als acht Stunden ist. In der Regel erhalten die Ärzte bei jeder dieser Blutplättchen-Untersuchungen die Resultate am Tag der Blutabnahme.

 

Die Thrombozyten-Untersuchungen zusammengefasst

Zu einer Untersuchung der Blutplättchen kommt es, sofern die Patienten möglicherweise unter einer verminderten Anzahl der Thrombozyten leiden. Ebenfalls kontrollieren die Experten die Thrombozytenzahl, wenn sie eine Funktionsstörung, eine Thrombozytopathie, vermuten. Um die Zahl der Blutplättchen zu ermitteln, gibt es zwei in einem Labor durchführbare Untersuchungen. Wichtigkeit erlangt die Zugabe von EDTA zu der entnommenen Blutprobe.

weiterführend:

https://www.uke.de/institute/klinische-chemie/index_13588.php

http://www.eesom.com/go/54XP8RCPIM9PV0ORNNGRC4YCSME5X4BT

http://www.miomedi.de/gesundheit/wissen-gesundheit/blutwerte/thrombozyten/thrombozyten-untersuchung.html

 

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