Thrombozytopenie und Hautausschlag

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Thrombozytopenie-Hautausschlag: Ursachen und Therapie der Purpura bei einem Mangel an Blutplättchen

Hautausschlag als eines von mehreren Symptomen bei einer Thrombozytopenie

Der in der medizinischen Fachsprache als Thrombozytopenie bezeichnete Mangel an Blutplättchen besitzt neben mehreren denkbaren Ursachen verschiedene Symptome. Im Hinblick auf die äußerlichen Anzeichen der besagten Krankheit kommt es bei der Thrombozytopenie zu Hautausschlag. Letzterer zeigt sich in Form von Punkten auf der Haut, deren Farbe zwischen roten und violetten Tönen schwankt. Ärzte sprechen in ihrem Jargon von einer thrombozytopenischen Purpura. Im weiteren Verlauf folgen detaillierte Informationen über die Entstehung und Behandlung der Begleiterscheinung einer zu geringen Thrombozyten-Konzentration im Blut.

 

Fazit der wichtigsten Erkenntnisse zum Thrombozytopenie-Hautausschlag

Kleine Blutungen der Kapillargefäße gehören zu den Symptomen eines Mangels an Blutplättchen. Infolgedessen zeigen sich unter der Haut des Patienten kleine Einblutungen mit der Größe eines Stecknadelkopfes. Streng genommen handelt es sich um eine Purpura, die optisch stark an einen Ausschlag erinnert. Der Thrombozytopenie-Hautausschlag tritt zunächst bevorzugt an den Beinen auf. Nach der Diagnose der Erkrankung entscheidet der behandelnde Arzt über die Notwendigkeit einer Therapie. Um die Ausbreitung des Ausschlags zu vermeiden, bietet sich die Gabe von immunsuppressiven Medikamenten an.

 

Purpura und Petechien – Informationen zum Thrombozytopenie-Hautausschlag

Weist ein Patient einen zu niedrigen Thrombozyten-Wert auf, liegt eine sogenannte Thrombozytopenie vor. Ein gesunder Mensch besitzt zwischen 150.000 und 450.000 Blutplättchen pro Mikroliter Blut. Eine klinisch relevante Thrombozytopenie setzt ein, wenn die Konzentration die Grenze von 80.000 Stück pro Mikroliter unterschreitet. Für die Krankheit existieren mehrere unterschiedliche Gründe. Möglicherweise produziert das Knochenmark zu wenig der Blutplättchen oder das Immunsystem greift die Thrombozyten an. In Abhängigkeit von der Intensität der jeweiligen Ursache zeigen sich charakteristische Symptome der Erkrankung. Dadurch variieren die Begleiterscheinungen mit dem Ausmaß des Mangels.

 

Ausschlag entsteht durch kleine Blutungen der Kapillare

Zu den bekannten Symptomen der Thrombozytopenie gehört ein Hautausschlag. Er entsteht durch kleine, spontane Blutungen der Kapillare in der Haut. Die Gefahr derartiger Spontanblutungen setzt bei Thrombozyten-Werten unterhalb von 50.000 Mikroliter pro Blut ein. Oftmals bleibt es nicht nur beim Thrombozytopenie-Hautausschlag. Ab der genannten Grenze resultiert die Gefahr von häufigem Nasenbluten und der Körper neigt zu Hämatomen. Bei schwerwiegenden Fällen drohen zudem innere Blutungen Im weiteren Verlauf fokussiert sich der vorliegende Artikel ausschließlich auf den Hautausschlag.

Streng genommen handelt es sich bei dem äußerlichen Symptom einer Thrombozytopenie um keinen Ausschlag im eigentlichen Sinne. Es liegt keine Veränderung auf der Haut vor. Stattdessen stellen die beschriebenen Einblutungen, die auf einen Mangel an Blutplättchen zurückgehen, den Auslöser dar. Folglich kommt es zu einer Veränderung unter der Haut. Letztere erinnert optisch stark an einen Hautausschlag. Aus diesem Grund verwendet die Umgangssprache im Zusammenhang mit den Thrombozytopenie-Symptomen den Begriff.

 

Fachbegriff für den Ausschlag: Purpura

Der Ausschlag bei einem Mangel an Blutplättchen geht auf Risse in den Kapillaren der Haut zurück. Aufgrund der erläuterten Entstehungsart handelt es sich um eine Erscheinung, die Mediziner als eine Purpura klassifizieren. Neben der Art des Ausschlags differenzieren Ärzte bei dessen äußeren Form. Meistens tritt die Purpura in Ausprägung von kleinen Punkten mit der Größe eines Stecknadelkopfes auf. Hierfür lautet der Fachbegriff „Petechien“. Daher fällt im Zusammenhang mit dem Thrombozytopenie-Hautausschlag des Öfteren dieses Fachwort.

 

Farbliche Veränderung des Ausschlags über die Zeit

Da sich der Ausschlag auf eingerissene Blutgefäße in der Haut begründet, nehmen die entstehenden Punkte im ersten Stadium eine rote bis violette Farbe an. Anschließend sorgt der Abbau des Hämoglobins für eine Veränderung der Farbe von Braun zu Grün und letztendlich zu Gelb. Hinsichtlich des Farbtons erinnern die Petechien folglich an Blutergüsse. Die Purpura tritt oftmals im ersten Stadium bevorzugt an den Beinen im Bereich der Knöchel und Unterschenkel auf.

 

Erste Diagnose der Thrombozytopenie auf Basis des Ausschlags

Der Thrombozytopenie-Hautausschlag dient als Charakteristikum der zugrunde liegenden Erkrankung. Aus diesem Grund führen Ärzte beim Verdacht eines Mangels an Blutplättchen zunächst eine körperliche Untersuchung durch. Die erläuterte Purpura fungiert als einer der ersten Indikatoren der Diagnose. Für einen endgültigen Befund gibt der behandelnde Mediziner ein komplettes Blutbild in Auftrag. Die darin gemessene Konzentration der Blutplättchen liefert Aufschluss ob und in welchem Ausmaß der Mangel vorliegt.

 

Bedarf einer Therapie abhängig vom Schweregrad des Mangels

Im Fall einer diagnostizierten Thrombozytopenie hängt die sich anschließende Therapie von der vermuteten Ursache des Mangels und dessen Schweregrad ab. Erst bei stark erniedrigen Thrombozyten-Werten besteht Bedarf an medizinischen Maßnahmen. Bei Patienten mit einer thrombozytopenischen Purpura bietet sich die Gabe von immunsuppressiven Medikamenten an. Sie unterdrücken das Immunsystem und verhindern, dass der Körper seine eigenen Blutplättchen zerstört und es zur Ausbreitung des Ausschlags kommt. In manchen Situationen entscheiden sich die Ärzte zur Entfernung der Milz, falls diese einen verfrühten Abbau der Thrombozyten verantwortet.

Im Zusammenhang mit dem Thrombozytopenie-Hautausschlag gilt es, auch die thrombotisch-thrombozytopenische Purpura zu nennen. Hierbei handelt es sich um eine seltene, lebensbedrohliche Erkrankung, die mit einem besonders schwerwiegenden Fall des Ausschlags einhergeht. Unbehandelt liegt die Letalitätsrate bei 90 Prozent, bei einer Behandlung sinkt sie auf unter 10 Prozent. Lediglich bei 15 Prozent der Patienten entdecken die behandelnden Ärzte die konkrete Ursache der schweren Erkrankung. Häufig bleibt der Auslöser ungeklärt. In der letztgenannten Situation liegt eine sogenannte idiopathische thrombotisch- thrombozytopenische Purpura vor.